Kontinuität und Aktualität des Antisemitismus.

Eine österreichische und globale Herausforderung

 

04. März 2021 | 16:00 – 18:00 | Zur Kontinuität des Antisemitismus. Von der Wiener Gesera 1421 bis zur Gegenwart | online Podiumsdiskussion inkl. Live-Stream in Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung Die FURCHE (Teilnahme unter | https://youtu.be/VHq0T-Kiq10 )

28. April | 16:00 – 18:00 | Erfahrungen und Herausforderungen in der österreichischen Erinnerungskultur | Podiumsdiskussion inkl. Live-Stream in Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung Die FURCHE (Teilnahme unter | https://youtu.be/v5MLl6YkdSs )

27. Mai 2021 | 09:00 – 20:30 | Wissenschaftliche Konferenz (Tag 1) | Kontinuität und Aktualität des Antisemitismus. Eine österreichische und globale Herausforderung | Skylounge der Universität Wien inkl Online-Stream (Teilnahme unter | https://youtu.be/4zzEpswaZHE)

28. Mai 2021 | 09:00 – 17:00 | Wissenschaftliche Konferenz (Tag 2) |Kontinuität und Aktualität des Antisemitismus. Erfahrungen aus der Praxis im Umgang mit Antisemitismus | Skylounge der Universität Wien inkl Online-Stream (Teilnahme unter | https://youtu.be/bVBXG317ack)

 

Die Veranstaltungsreihe unter der wissenschaftlichen Leitung von Assoz.Prof.in Regina Polak findet in Kooperation mit der Katholisch- Theologischen Fakultät und der Evangelisch- Theologischen Fakultät der Universität Wien statt.

 

Die Wahl des diesjährigen Konferenzthemas Kontinuität und Aktualität des Antisemitismus. Eine österreichische und globale Herausforderung steht vor dem Hintergrund des Erinnerungs- und Gedenkjahres 2021. In diesem gedenken wir der Ermordung von mindestens 200 Jüdinnen und Juden, die am 12. März 1421 auf Befehl des österreichischen Herzogs Albrecht V. auf der Gänseweide im heutigen 3. Wiener Gemeindebezirk verbrannt wurden. Die Vertreibung und Ermordung von Hunderten Juden und Jüdinnen zwischen 1420 und dem 12. März 1421 ging als Wiener Gesera, hebräisch für Verhängnis, in die Geschichtsbücher und Chroniken ein. Heute, 600 Jahre nach der ersten Wiener Gesera, sind die mittelalterlichen Verbrechen, überlagert von den Schandtaten der Nationalsozialisten, fast schon in Vergessenheit geraten. Doch der Antisemitismus existiert nach wie vor, wie aktuelle Studien bezeugen. So belegt die Antisemitismus-Studie aus dem Jahr 2018, die von der Parlamentsdirektion in Auftrag gegeben wurde, dass fast 40 Prozent der ÖsterreicherInnen antisemitischen Stereotypen, wie etwa "Die Juden beherrschen die internationale Geschäftswelt" zustimmen. Antisemitische Vorurteile haben sich im Laufe der Geschichte an neue Gegebenheiten angepasst und führen auch heute noch in ihren extremeren Ausprägungen zu verschwörungsmythisch aufgeladenen Weltanschauungen. Speziell in Zeiten multipler Krisen – sozialer Unsicherheiten, Pandemien, ökonomischer sowie ökologischer Krisen – erleben solche Verschwörungsmythen eine Hochkonjunktur und gefährden den sozialen Frieden und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Die Wissenschaftliche Konferenz 2021 hat zum Ziel:

  • an einen wenig präsenten Teil unserer Geschichte zu erinnern;
  • den Umgang mit der österreichischen Erinnerungskultur zu beleuchten;
  • die Kontinuität des Antisemitismus, vom mittelalterlichen Antijudaismus bis zu den heutigen verschwörungsmythischen Erzählungen nachzuzeichnen;
  • neue Formen des Antisemitismus aufzuzeigen;
  • antisemitische Verschwörungstheorien zu dekonstruieren und Gegenstrategien zu diskutieren.

 

Das Programm der Veranstaltungsreihe sowie der Wissenschaftlichen Konferenz 2021 finden Sie hier.

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