Fachtagung des Sir Peter Ustinov Instituts
Rassismus - eine soziale und politische Konstruktion
10. und 11. Mai 2010
Wappensaal des Wiener Rathauses
1010 Wien, Rathausplatz 1 (Eingang Lichtenfelsgasse)Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Wolfgang Benz
[•Tagungsprogramm•]
Das Buch zur Tagung erscheint im Herbst im Braumüller Verlag Wien.
Neuerscheinung im Oktober 2009
Sir Peter Ustinov Institut (Hg.)
Feindbild Zuwanderer
Vorurteile und deren Überwindung
Studienreihe Konfliktforschung, Band 24. Herausgegeben von Anton Pelinka, Ilse König, Institut für Konfliktforschung, Wien
Migrantinnen und Migranten sind wie kaum eine andere Gruppe persistierenden Vorurteilen ausgesetzt. Der Sammelband zeigt die Ursprünge des „Feindbildes Zuwanderer“ und Wege zu seiner Überwindung auf.Der neue vom Sir Peter Ustinov Institut in Wien herausgegebene Band befasst sich mit Vorurteilen gegenüber Migrantinnen und Migranten – vor allem sogenannten Drittstaatsangehörigen, die aus armen Ländern nach Europa migrieren. In zwei Abschnitten – Migration und Integration – wird Fragen nach Ursachen und Funktion von Feindbildern, nach der sachlichen Realität der Bedrohung, aber auch nach gesellschaftlichen und privaten Vorteilen aus einer gelungenen Integration und dem möglichen Weg dorthin gefragt. Beiträge von Heinz Fassmann, Hilde Weiss, Anton Pelinka, Barbara Frischmuth u. v. a. m.
Unterstützende Mitgliedschaft:
Die Mitgliederversammlung des Ustinov Instituts hat am 29. Oktober 2007 beschlossen, den von unterstützenden Mitgliedern zu leistenden Mitgliedsbeitrag auf EUR 100,- pro Jahr festzulegen, wobei auch Mehrleistungen erfolgen können.
Physische und juristische Personen, die die Erreichung des Vereinszieles durch regelmäßige Zahlung eines Jahresbeitrags in dieser Höhe zu fördern bereit sind, sind daher eingeladen, ihr Interesse an einer Aufnahme als "Unterstützendes Mitglied" des Instituts dem Vorstand bekannt zu geben.
Adresse: Lisztstraße 3, A-1030 Wien
E-Mail: office@ustinov.at
Sir Peter Ustinov Institut (Hg.)
Feindbilder in Europa
Analysen und Perspektiven
Studienreihe Konfliktforschung, Band 23. Herausgegeben von Anton Pelinka, Ilse König, Institut für Konfliktforschung, Wien
Welche Funktion erfüllen Feindbilder? Welche Rolle kann Migration als ihr Auslöser und Verstärker, aber auch als ihr Überwinder spielen? Inwieweit beeinträchtigen Angst- und Feindbilder als Störfaktoren die weitere Entwicklung der europäischen Integration und wie kann die europäische Politik diesen Tendenzen entgegensteuern? Ein Sammelband des Sir Peter Ustinov Instituts versammelt Analysen namhafter ExpertInnen.
[Buchbestellung] [Inhaltsverzeichnis] [Anton Pelinka: Zusammenfassung der Konferenz]
Sir Peter Ustinov Institut (Hg.)
Vorurteile in der Kindheit
Ursachen und Gegenstrategien
Studienreihe Konfliktforschung, Band 20. Herausgegeben von Anton Pelinka, Ilse König, Institut für Konfliktforschung, Wien
„Kinder werden ohne Vorurteile geboren, sie haben keine Vorurteile, die man bis zur Geburt zurückverfolgen könnte. Das kommt erst mit Schule, Erziehung und Religion.“ (Sir Peter Ustinov)
Die Beiträge und Diskussionen der Tagung des Sir Peter Ustinov Instituts werden in Band 20 der Studienreihe Konfliktforschung im Braumüller Verlag vorgestellt:
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Max Friedrich, Wiener Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters, wird darin der Frage nachgegangen, wie Kinder Vorurteile erwerben und wie Vorurteilen entgegengesteuert werden kann – und zwar in Theorie und Praxis. Neben einer theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema liegt ein weiterer Schwerpunkt der Buchpublikation bei Erfahrungen von PraktikerInnen hinsichtlich des Umgangs mit Vorurteilen: etwa in der vorschulischen und schulischen Bildungsarbeit, durch die Auswahl von Kinderbüchern, die Auswirkungen von Computerspielen, u.v.m.
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Sir Peter Ustinov Institut (Hg.)
Der Westen und die Islamische Welt
Fakten und Vorurteile
Studienreihe Konfliktforschung, Band 19. Herausgegeben von Anton Pelinka, Ilse König, Institut für Konfliktforschung, WienWo liegen die historischen Wurzeln alter Feindbilder, Stereotype und Vorurteile? Wo treffen sich islamische und westliche Werte?
Welche gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, religiösen Faktoren tragen zu ihrer Wiederbelebung bei? Liegt eine Ursache für die religiöse Radikalisierung der islamischen Welt im Empfinden ungerechter politischer und sozialer Entwicklungen, und spielt das Gefühl, vom Westen kulturell, wirtschaftlich und politisch hegemonisiert zu werden, eine Rolle? Besteht eine ausreichende Koalition der Gutwilligen auf beiden Seiten? Und gibt es genügend Plattformen für den Meinungsaustausch auf gleicher Ebene? AutorInnen wie Katajun Amirpur, Rudolph Chimelli, Bert Fragner, Peter Heine, Omar Al Rawi, Thomas Schwarz, Udo Steinbach und Sibylle Wentker finden detaillierte Antworten.
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Aleida Assmann
Der lange Schatten der Vergangenheit
Erinnerungskultur und Geschichtspolitik
Wir haben das 20. Jahrhundert verlassen, aber es hat uns nicht verlasen. Mehr als sechzig Jahre nach Weltkrieg und Holocaust sind wir noch damit beschäftigt, dieser traumatischen Vergangenheit eine Erinnerungs-Gestalt zu geben. Aleida Assmann untersucht unterschiedliche Wege, die von individuellen zu kollektiven Konstruktionen der Vergangenheit führen, und geht den Spannungen zwischen persönlicher Erfahrung und offiziellem Gedenken nach.
Die Themen Erinnerung und Gedächtnis sind in den letzten Jahren weit über die Debatten in Deutschland und Europa hinaus erstaunlich aktuell geworden. Nach traumatischen Erfahrungen in der Vergangenheit - sei es als Opfer oder als Täter - bestimmt in zahlreichen Ländern das Ringen um eine Neubestimmung des nationalen Selbstbildes und um neue Zukunftsperspektiven die öffentlichen Auseinandersetzungen. Parallel dazu hat sich eine disziplinär weitverzweigte Forschung zu Erinnerung und Gedächtnis entwickelt.
Aleida Assmann besichtigt wichtige Momente der neueren deutschen Erinnerungsgeschichte, an die sie grundsätzliche erinnerungstheoretische Fragen richtet. Die konsequente Verknüpfung konkreter Fallstudien mit der Arbeit an zentralen Konzepten und Grundbegriffen kulturwissenschaftlicher Gedächtnisforschung macht das Buch weit über das Beispiel Deutschland hinaus zu einem unentbehrlichen Wegweiser für alle, die sich ein Bild über die Dynamik wissenschaftlicher und öffentlicher Debatten um individuelle und kollektive Erinnerung machen wollen.
ISBN 3-406-54962-4
C.H. Beck 2006[• Gastprofessur von Aleida Assmann an der Universität Wien im Rahmen der Sir Peter Ustinov Professur •]
Worte des Gedenkens an Sir Peter Ustinov
Gesprochen im Namen des Vorstands des Sir Peter Ustinov Instituts in Wien von Dr. Friedrich Gehart am 29. März 2004 am Beginn der Ustinov Vorlesung von Professor Horst-Eberhard Richter.