Veranstaltungsnachlese

„Flucht, Solidarität und Ökonomie“

unter der Leitung von Karin Scherschel (Universität Wien) &
 Kristina Binner (Institut für Soziologie, Johannes Kepler Universität Linz)

am Freitag, 30.06.2017 & Samstag, 01.07.2017 am Institut für Zeitgeschichte/Universität Wien

 

Die Zunahme der Fluchtmigration hat in Deutschland und Österreich kontroverse Debatten und Reaktionen ausgelöst. Einerseits hat diese Migration in den letzten beiden Jahren ehrenamtliche Akteure in ungekanntem Maße mobilisiert. Ein „Europa von unten“, das von Solidarität, einem humanitären und demokratischen Selbstverständnis getragen wird, scheint möglich. Andererseits formieren sich europaweit rechtspopulistische Bewegungen. Gewalttätige Angriffe gegen Flüchtlinge nehmen in beiden Ländern zu. In den öffentlichen Debatten stehen universalistische, an Menschenrechten orientierte Begründungen zur Aufnahme von Fluchtmigrant*innen nationalökonomischen Nutzenargumenten zu ihrer Abwehr gegenüber.

Der Workshop „Flucht, Ökonomie und Solidarität“ brachte Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus beiden Ländern zusammen, um Spannungsfelder im Bereich der Bildung, der Erwerbsarbeit, der Sozialen Arbeit und des Ehrenamtes und die damit verbundenen Fragen zu diskutieren. 

Veranstaltungsnachlese

Gastvortrag im Rahmen der Vorlesungsreihe der aktuellen Ustinov-Gastprofessur von

Dr. Ilker Atac

zum Thema

‘Refugee Protest Camp Vienna’: durch Protest zur Bürgerschaft  

am Donnerstag, 1. Juni 2017 an der Universität Wien

 

 

The Refugee Protest Camp Vienna“ startete im Jahr 2012 als Protest gegen die Zustände im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen, sowie Probleme im Asylverfahren. Was als Protestmarsch anfing, verwandelte sich in eine sichtbare Protestbewegung von Asylsuchenden und Aktivist*innen. In diesem Vortrag hat Ilker Atac ausgeführt, wie die Protestbewegung durch eine Form von „contentious politics“ gegen die Ausgrenzungspolitiken stand und inwiefern der Bewegung eine Verbesserung der Rechte und Lebensbedingungen der Asylsuchenden gelang. Im Zentrum standen unterschiedliche Widerstandsformen, Formen der Mobilisierung und des kollektiven Handelns und wie die Bewegung von sozial isolierten Räumen ins Zentrum der Stadt wechselte, dort ein Protestcamp im Sigmund-Freud-Park aufstellte, und im weiteren Verlauf Schutz in der Votivkirche aufsuchte. Im Vortrag wurde auch diskutiert, inwiefern die räumlichen Strategien der Protestbewegung für den Aufbau von sozialen Beziehungen eine wichtige Rolle spielten.

Veranstaltungsnachlese

Wissenschaftliche Konferenz: „Schaffen wir das? Zwei Jahre nach dem großen Flüchtlingszustrom“

 

 

Im Rahmen der Wissenschaftliche Konferenz des Sir Peter Ustinov Instituts 2017 unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Hoerder am 18. und 19. Mai 2018 wurden folgende Fragen thematisiert:

Wie kann eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in Österreich gelingen? Wie kann Diskriminierung entgegengewirkt und rasche, umfassende Teilhabe am Arbeitsmarkt und am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden? Welche Schritte sind bereits erfolgreich realisiert worden und welche Herausforderungen stehen noch bevor?

Veranstaltungsnachlese

 

Campus Lecture: Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit in elementarpädagogischen Einrichtungen

 

Das Campusnetzwerk der FH Campus Wien in Kooperation mit dem Bachelorstudiengang Sozialmanagement in der Elementarpädagogik und dem Sir Peter Ustinov Institut luden ein zu einer weiteren Ausgabe der Campus Lectures.

Am Freitag, den 21. April 2017 beschäftigte sich Mag.a Dr.in Judith Purkarthofer von der Universität Oslo in ihrem Vortrag mit SprecherInnen und Sprachen in ihrer Gemeinsamkeit und Differenz.

Buchempfehlung

Tagungsband zur Konferenz "Vom Alltagskonflikt zur Massengewalt"

 

In den zwölf Einzelstudien und einem Problemaufriss dieses Sammelbands werden die sozialen, psychologischen und politischen Zusammenhänge von alltäglichen privaten Konflikten und eskalierender Gewalt dargestellt. Anlass war eine interdisziplinäre Konferenz des Sir Peter Ustinov-Instituts in Wien, bei der Historiker, Politik- und Sozialwissenschaftler sowie Psychologen die Wurzeln und Wirkungen von Vorurteilen und Feindbildern als Triebkräfte in Gesellschaft und Politik analysierten.

Die Genese von Ressentiments, die Rolle von Minderheiten, Verlust- und Bedrohungsängste in der Mehrheit, die Eskalation von Feindbildern in öffentlicher Gewalt wird im Band ebenso thematisiert wie Abwehrstrategien gegen „Fremde“ oder „Andere“. Erklärtes Ziel ist es, Ursachen aktueller Konflikte zu erkennen und Lösungen zu finden.

Veranstaltungsnachlese

Campus Lecture: „Macht das Geschlecht einen Unterschied“

 

Das Campusnetzwerk der FH Campus Wien in Kooperation mit dem Bachelorstudiengang Sozialmanagement in der Elementarpädagogik und dem Sir Peter Ustinov Institut veranstalteten am am Donnerstag, den 26. Jänner 2017 an der FH Campus Wien eine weitere Campus Lecture.

Prof. Dr. Holger Brandes von der Evangelischen Hochschule Dresden ging in seinem Vortrag der Frage nach, ob und inwieweit sich männliche Fachkräfte in Kitas im Umgang mit den Kindern von weiblichen Fachkräften unterscheiden. Er präsentierte die Ergebnisse der Dresdner „Tandem-Studie“ zu professionellem Erziehungsverhalten von Männern und Frauen.

Veranstaltungsnachlese

Campus Lecture: Umgang mit religiöser Vielfalt in elementarpädagogischen Einrichtungen

 

Der Bachelorstudiengang Sozialmanagement in der Elementarpädagogik widmete sich in Kooperation mit dem Sir Peter Ustinov Institut am 4. November 2016 im Rahmen der Campus Lecture dem "Umgang mit religiöser Vielfalt in elementarpädagogischen Einrichtungen".

Veranstaltungsnachlese

Ein Vorurteil ist schwieriger zu zerstören als ein Atom (Albert Einstein)

ÖAMTC-Expertengespräch vom 17. Oktober 2016

Stereotypen leiten unser Denken – in Sekundenbruchteilen schätzen wir unser Gegenüber ein. Doch was bringt uns dazu, Personen oder Gruppen mit Vorurteilen zu begegnen? Wilhelm Heitmeyer vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld, sprach in diesem Zusammenhang von einer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Er meint damit, dass Menschen nur wegen ihrer Gruppenangehörigkeit diskriminiert werden. Im ÖAMTC Expertengespräch präsentierte er sein Konzept. Im Anschluss folgte eine Diskussion darüber, was jede einzelne Person im Alltag gegen Vorurteile tun kann - mit ausgewählten Expertinnen und Experten, darunter dem Vorstandsmitglied des Sir Peter Ustinov-Instituts, Herr Mag. Leopold Radauer.

 

 

Veranstaltungsnachlese

Gastvortrag und Diskussion

Theologie der Gewalt

Dschihadistisches Denken und Dschihadistische Propaganda im Internet und Gegenaktivitäten

mit

Prof. Dr. Rüdiger Lohlker, Islamwissenschafter, Dschihadismus-Experte

Prof. Dr. Jordanka Telbizova-Sack

 

Montag, 13. Juni 2016 von 16.45 - 18.15 Uhr
Hörsaal 33 Hauptgebäude Universität Wien

(Universitätsring 1, 1.Stock, Stiege 7)

Veranstaltungsnachlese

Das Ustinov Institut, das Internationale Institut für den Frieden (IIP) und der Presseclub Concordia luden ein

 

POPULISMUS UND POLITISCHE SPRACHE
 

mit

Dr. Elisabeth Wehling,      Linguistin & Kommunikationspsychologin (University of      California, Berkeley)

Prof. Dr. Walter Ötsch,     Ökonom und Kulturhistoriker (Cusanus Hochschule in Bernkastel-Kues)

Dr. Hannes Swoboda,       Präsident des Ustinov Instituts und des IIP

 

Donnerstag, 9. Juni 2016 um 17.00 Uhr
 

im Presseclub Concordia
(Bankgasse 8, 1010 Wien)