Der renommierte Politikwissenschaftler Anton Pelinka hat sich in seinen zahlreichen Publikationen und politischen Kommentaren besonders gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus sowie für ein besseres Verständnis von demokratiepolitischen Entwicklungen auf nationalstaatlicher und EU-Ebene eingesetzt. Nun wurde der Autor für das Politische Buch 2015 mit dem Bruno-Kreisky-Preis  für sein bisheriges Lebenswerk ausgezeichnet.

Anton Pelinka hat an zahlreichen wissenschaftlichen Aktivitäten des Sir Peter Ustinov Instituts mitgewirkt und fungierte unter anderem als Herausgeber des neu erschienenen Tagungsbands zum wichtigen Thema „Europa – Hoffnung und Feindbild“.

Die EU als Friedensnobelpreisträgerin hat einen entscheidenden Beitrag zu einer friedlichen Entwicklung in Europa geleistet, sieht sich jedoch heute mit großen Herausforderungen wie der Flüchtlingskrise konfrontiert, wodurch die Skepsis gegenüber einem gemeinsamen Europa wächst. Eine Beschäftigung mit diesen Themen ist heute dringender nötig denn je.

Wie der bekannte Europa-Politiker Hannes Swoboda in seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung feststellt, tut Anton Pelinka dies, indem er Pragmatik und Grundsätze verbindet. Das neue Europa steht für Anton Pelinka in direktem Zusammenhang mit der Verteidigung von Demokratie und Werten, die sich in den universellen Menschenrechten manifestieren. Es gilt, für die gesamte EU eine verbindliche Ordnung und gemeinsame Flüchtlingsstandards zu finden, die den Hilfesuchenden ebenso Rechte und Pflichten vermittelt, wie den BürgerInnen der EU. Anton Pelinka sieht Europa nicht als fertiges Produkt und weist darauf hin, dass die EU – als auf freien Stücken basierender Zusammenschluss von 28 Staaten – eine Chance für ihre Mitglieder darstellt.

 

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