Aufgabe des Instituts

„Vorurteile sind der Ausgangspunkt wachsender Probleme in dieser Welt. Man hüte sich davor, schale, abgestandene und überkommene Meinungen gedankenlos zu übernehmen."

Sir Peter Ustinov

 

Vorurteile sind Ursache von Armut, Diskriminierung und Konflikten

Das Sir Peter Ustinov Institut widmet sich der Erforschung von Vorurteilen und Feindbildern und setzt sich für deren Überwindung ein.

Aktuelles

Vorlesungsankündigung

Öffentliche Vorlesung der Ustinov Gastprofessorin an der Universität Wien

 „(Flucht)migration – Bilanz und Perspektiven“
 
Prof. Dr. Gudrun Hentges
 
März bis Juni 2018

 
 Derzeit sind 65,6 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht (UNHCR 2017), darunter

  • 17,2 Millionen Flüchtlinge unter dem Mandat des UNHCR,
  • 17,2 Millionen palästinensische Flüchtlinge unter dem Mandat des UNRWA und
  • 10 Millionen Staatenlose.

Die wichtigsten Aufnahmeländer sind die Türkei (2,9 Millionen Flüchtlinge, vor allem aus Syrien), Pakistan (1,4 Millionen), Libanon (1 Millionen), gefolgt von Staaten wie dem Iran, Uganda und Äthiopien. Demgegenüber nahmen die restlichen europäischen Länder insgesamt 2,3 Millionen Geflüchtete auf.

Somit hat die Anzahl der Flüchtlinge weltweit seit Ende des Zweiten Weltkriegs ein Rekordniveau erreicht. Insbesondere seit dem Krieg in Syrien versuchen immer mehr Menschen aus diesen Regionen nach Europa zu fliehen - auf unterschiedlichsten Routen. Einigen gelingt diese Flucht und sie erreichen eines der EU-Mitgliedsstaaten, andere bezahlen den Fluchtversuch mit ihrem Leben. Schätzungen gehen davon aus, dass seit dem Jahre 2000 mehr als 30.000 Flüchtlinge und Migranten bei dem Versuch, Europa zu erreichen, ums Leben gekommen sind (vgl. Projekt „Migrant Files“). Vor dem Hintergrund dieser Zahlen gewinnt die Aussage von Hannah Arendt „Das Recht, Rechte zu haben“, nochmals an Bedeutung.

Die Vorlesung und das Begleitseminar beleuchten diese Thematik aus verschiedenen Perspektiven...

Aktuelles Lehrbehelfs-Projekt!

Mein Leben ist bunt! Offenheit und Toleranz lernen

 

 

Liebe Freunde und Unterstützer des Ustinov Instituts,

die Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen ist eine der größten Herausforderungen für die Zukunft Europas.

Mit dem neuen Projekt „Mein Leben ist bunt! Offenheit und Toleranz lernen“ will das Sir Peter Ustinov Institut einen Beitrag zur erfolgreichen Integration von Migrantenkindern in Österreich und in Europa leisten.

Literaturhinweis

Neuerscheinung: Toleranz und Radikalisierung in Zeiten sozialer Diversität

Vorurteile, Radikalisierung und Extremismus sind aktuell drängende Probleme in nahezu allen Gesellschaften. Der vorliegende Band beinhaltet psychologische und andere sozialwissenschaftliche Beiträge von namhaften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich mit den Grundlagen und Möglichkeiten einer wirksamen Prävention dieser Probleme und der Förderung von Toleranz befassen. Die Arbeiten verstehen sich damit als Beitrag zu einer toleranten Gesellschaft, die soziale und kulturelle Diversität nicht als Problem, sondern als Errungenschaft begreift.

Das Buch kann beim Wochenschauverlag bestellt werden: Onlinebestellung.

Veranstaltungsnachlese

Podiumsdiskussion „Zwei Jahre nach dem großen Flüchtlingszustrom:
Was haben wir geschafft?“

Am Mittwoch, den 4. Oktober 2017 präsentierte das Sir Peter Ustinov Institut das Policy Paper „Zwei Jahre nach dem großen Flüchtlingszustrom: Was haben wir geschafft?“ im Presseclub Concordia.

Zukunftsweisende Fragen, denen sich Politik, Gesellschaft und Medien stellen müssen, waren bereits Gegenstand der Debatte renommierter ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis im Rahmen eines zweitägigen wissenschaftlichen Symposiums im Juni 2017:      

  • Wie kann die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen gelingen?
  • Wie soll Teilhabe am Arbeitsmarkt, an der Bildung und am gesellschaftlichen Leben sichergestellt werden?
  • Was wurde bereits erreicht und welche Herausforderungen stehen noch bevor?

Ein auf dieser Konferenz basierendes Policy Paper mit konkreten Forderungen an die für Integration zuständigen politischen Einrichtungen wurde bei der Veranstaltung im Oktober 2017 präsentiert und öffentlich diskutiert. Ziel war es, einen Aktionsplan basierend auf den „Lessons Learned“ zu erarbeiten, der in der Praxis umgesetzt wird. 

Veranstaltungsnachlese

„Flucht, Solidarität und Ökonomie“

Unter der Leitung von Karin Scherschel (Universität Wien) & Kristina Binner (Institut für Soziologie, Johannes Kepler Universität Linz) fand am 30. Juni 2017 & am 01. Juli 2017 am Institut für Zeitgeschichte/Universität Wien ein Workshop zu diesem hoch aktuellen Thema statt.

Die Zunahme der Fluchtmigration hat in Deutschland und Österreich kontroverse Debatten und Reaktionen ausgelöst. Einerseits hat diese Migration in den letzten beiden Jahren ehrenamtliche Akteure in ungekanntem Maße mobilisiert. Ein „Europa von unten“, das von Solidarität, einem humanitären und demokratischen Selbstverständnis getragen wird, scheint möglich. Andererseits formieren sich europaweit rechtspopulistische Bewegungen. Gewalttätige Angriffe gegen Flüchtlinge nehmen in beiden Ländern zu. In den öffentlichen Debatten stehen universalistische, an Menschenrechten orientierte Begründungen zur Aufnahme von Fluchtmigrant*innen nationalökonomischen Nutzenargumenten zu ihrer Abwehr gegenüber.

Der Workshop „Flucht, Ökonomie und Solidarität“ brachte Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus beiden Ländern zusammen, um Spannungsfelder im Bereich der Bildung, der Erwerbsarbeit, der Sozialen Arbeit und des Ehrenamtes und die damit verbundenen Fragen zu diskutieren. 

Veranstaltungsnachlese

‘Refugee Protest Camp Vienna’: durch Protest zur Bürgerschaft  

Am 1. Juni 2017 fand an der Universität Wien ein Gastvortrag im Rahmen der Vorlesungsreihe der aktuellen Ustinov-Gastprofessur von Dr. Ilker Atac zum Thema statt.

"The Refugee Protest Camp Vienna“ startete im Jahr 2012 als Protest gegen die Zustände im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen, sowie Probleme im Asylverfahren. Was als Protestmarsch anfing, verwandelte sich in eine sichtbare Protestbewegung von Asylsuchenden und Aktivist*innen. In diesem Vortrag hat Ilker Atac ausgeführt, wie die Protestbewegung durch eine Form von „contentious politics“ gegen die Ausgrenzungspolitiken stand und inwiefern der Bewegung eine Verbesserung der Rechte und Lebensbedingungen der Asylsuchenden gelang.

Veranstaltungsnachlese

 

Campus Lecture: Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit in elementarpädagogischen Einrichtungen

Das Campusnetzwerk der FH Campus Wien in Kooperation mit dem Bachelorstudiengang Sozialmanagement in der Elementarpädagogik und dem Sir Peter Ustinov Institut luden ein zu einer weiteren Ausgabe der Campus Lectures.

Am Freitag, den 21. April 2017 beschäftigte sich Mag.a Dr.in Judith Purkarthofer von der Universität Oslo in ihrem Vortrag mit SprecherInnen und Sprachen in ihrer Gemeinsamkeit und Differenz.

Veranstaltungsnachlese

Campus Lecture: „Macht das Geschlecht einen Unterschied“

Das Campusnetzwerk der FH Campus Wien in Kooperation mit dem Bachelorstudiengang Sozialmanagement in der Elementarpädagogik und dem Sir Peter Ustinov Institut veranstalteten am am Donnerstag, den 26. Jänner 2017 an der FH Campus Wien eine weitere Campus Lecture.

Prof. Dr. Holger Brandes von der Evangelischen Hochschule Dresden ging in seinem Vortrag der Frage nach, ob und inwieweit sich männliche Fachkräfte in Kitas im Umgang mit den Kindern von weiblichen Fachkräften unterscheiden. Er präsentierte die Ergebnisse der Dresdner „Tandem-Studie“ zu professionellem Erziehungsverhalten von Männern und Frauen.

Veranstaltungsnachlese

Campus Lecture: Umgang mit religiöser Vielfalt in elementarpädagogischen Einrichtungen

Der Bachelorstudiengang Sozialmanagement in der Elementarpädagogik widmete sich in Kooperation mit dem Sir Peter Ustinov Institut am 4. November 2016 im Rahmen der Campus Lecture dem "Umgang mit religiöser Vielfalt in elementarpädagogischen Einrichtungen".

Zu Gast war Dr.in Helena Stockinger von der Katholischen Privat-Universität Linz.

Kinder mit verschiedenen Religionszugehörigkeiten besuchen die Kindergärten, was Chancen und Herausforderungen im Kindergartenalltag mit sich bringen kann. Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurde der Frage nachgegangen, wie in einem Kindergarten in katholischer und einem Kindergarten in islamischer Trägerschaft in Wien mit religiöser Differenz umgegangen wird und wie Kinder religiöse Differenz thematisieren.

 

Veranstaltungsnachlese

Gastvortrag und Diskussion: Theologie der Gewalt

Dschihadistisches Denken und Dschihadistische Propaganda im Internet und Gegenaktivitäten

Prof. Dr. Rüdiger Lohlker, Islamwissenschafter, Dschihadismus-Experte sprach mit Prof. Dr. Jordanka Telbizova-Sack am 13. Juni 2016  an der Universität Wien über die Problematik des Dscihadismus.

Die Ustinov Gastprofessorin Dr. Jordanka Telbizova-Sack widmete sich im Rahmen ihrer Vorlesung am Institut für Zeitgeschichte gemeinsam mit einem prominenten Experten den brennenden Fragen des transnationalen Dschihadismus, der dschihadistischen Propaganda und den Gegenaktivitäten.