Veranstaltungsnachlese: Global Citizenship Education – Bildung zur Bewältigung globaler Herausforderungen

 

Konferenz „Global Citizenship Education –

Bildung zur Bewältigung globaler Herausforderungen“

am 18. Juni 2020 unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Dirk Lange

  

Konferenzinhalt

Die zunehmende globale Vernetzung führt zu einem gesellschaftlichen Transformationsprozess, der alle Lebensbereiche umfasst und direkte Auswirkungen auf die Lebenswirklichkeit jedes Einzelnen hat. Tägliche Meldungen über politische Unruhen, soziale Probleme, ökonomische und ökologische Krisen bewirken bei vielen Menschen Verunsicherung und lösen Zukunftsängste aus. Armut und Ungleichheit, hervorgerufen oder verstärkt durch ein profitorientiertes Wirtschaftssystem, ökonomische Krisen, Klimawandel, humanitäre Missstände, Krieg und Terrorismus sind auch in unserem Land sichtbarer geworden. Zusammen mit erhöhter Mobilität und dem Wunsch nach einem besseren Leben haben diese Phänomene zur Entstehung von Migrationsgesellschaften beigetragen, in denen sich Politik und Gesellschaft mit neuen vielschichtigen Aufgaben konfrontiert sehen.

Besonders der Bildungsbereich ist hier gefordert. Bereits in der „Globalen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen, einem ambitionierten Aktionsplan für eine global gerechte, nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung wird Bildung eine zentrale Rolle zugeschrieben. Im Aktionsplan verpflichten sich die Staaten, „bis 2030 sicher(zu)stellen, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit, Weltbürgerschaft und die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung“ erwerben (Sustainable Development Goal SDG 4.7).

Um diese Bildungsziele zu erreichen, bedarf es einer Erweiterung des Bildungsansatzes hin zu einer „Global Citizenship Education“, einer umfassenden kosmopolitischen und Menschenrechts-Bildung.

Die Konferenz 2020 hatte zum Ziel,

  • das Konzept Global Citizenship Education als integratives Bildungsmodell zu beleuchten;
  • das Potenzial von Global Citizenship Education auszuloten, die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen;
  • den Beitrag von Global Citizenship Education zur Entwicklung von Toleranz und demokratischem Bewusstsein zu untersuchen;
  • den Beitrag von Global Citizenship Education für die Motivation von Lernenden zur aktiven Teilhabe und Mitgestaltung ihres sozialen Umfeldes zu analysieren;
  • die Frage der institutionellen Voraussetzungen von Global Citizenship Education zu erörtern

Die Videos der Vorträge sind auf unserem YouTube Channel „Sir Peter Ustinov Institut“ abrufbar:

https://www.youtube.com/channel/UCVS-tU-fgNhD__YIUv-uNlw

Ein Tagungsband wird im Wochenschau Verlag erscheinen.

Buchankündigung: Krise der Demokratie - Demokratie in der Krise? Gesellschaftsdiagnosen und Herausforderungen für die politische Bildung

Krise der Demokratie - Demokratie in der Krise? Gesellschaftsdiagnosen und Herausforderungen für die politische Bildung

herausgegeben von Prof. Dr. Gudrun Hentges im Auftrag des Sir Peter Ustinov Instituts

 

AutorInnen: 

Carina Altreiter, Elmar Brähler, Laura Casanova, Kazim Celik, Oliver Decker, Jörg Flecker, Georg Gläser, Gudrun Hentges, Klaus-Peter Hufer, Richard Hufschmied , Malte Kleinschmidt, Thomas Krüger, Dirk Lange, Manfred Novak, Felix Sassmannshausen, Saskja Schindler, Dieter Segert, Philipp Ther, Marion Wisinger, Stefanie Wöhl

In diesem Band wird das viel diskutierte Phänomen der "Krise der Demokratie" aus der Perspektive verschiedener Fachwissenschaften analysiert. Ausgehend von dem Begriff einer "multiplen Krise" befassen sich die Beiträge mit (sozio)ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Dimensionen der aktuellen Krise. Prominente Autor*innen gehen der Frage nach, welchen Einfluss der Neoliberalismus auf Demokratie und Menschenrechte hat und wie sich die Entwicklung vom Neoliberalismus hin zum Illiberalismus vollzogen hat. Daran anknüpfend werden Tendenzen des Autoritarismus sowie Ideologie und Strategie der populistischen und extremen Rechten in Zeiten der 'multiplen Krise' beleuchtet. Nicht zuletzt geht es auch um die Frage, welchen Beitrag politische Bildung zur Überwindung der Krise der Demokratie leisten kann. Diese Fragen werden von ausgewiesenen politischen Bildner*innen nicht nur auf theoretischer Ebene diskutiert, sondern anhand konkreter Praxisbeispiele illustriert.

Veranstaltungsnachlese: INTEGRATION VON MIGRANTINNEN

Integration von MigrantInnen (inklusive AsylwerberInnen und –berechtigte) auf dem Arbeitsmarkt

Herausforderungen, Erfolgsgeschichten, Rückschläge

Einladung zur Podiumsdiskussion und Buchpräsentation:

mit

 

Univ.-Prof Mag. Dr. Gudrun Biffl              Wirtschaftsforscherin, Migrationsforscherin

Univ.-Prof. Dr. Michael Landesmann     Wirtschaftsforscher

Prof. Dr. phil. Dirk Hoerder, M.A.            Sozialhistoriker

Dr. Johannes Kopf                                          Vorstandsmitglied des Arbeitsmarktservice

Dr. Hannes Swoboda                                     Vorstandsvorsitzender des Ustinov Instituts

 

 

Veranstaltungsnachlese “Darkest hour? Churchill myth-making and the great Brexit fiasco"

Prof. Dr. Robert Knight

(Universität Wien/University College London)

 

On Monday, 3rd June 2019, Prof. Dr. Robert Knight held a lecture at the International Institute for Peace titled „Darkest Hour? Churchill Myth-Making and the Great Brexit Fiasco“.

In his lecture Dr Robert Knight argued that an important explanation for the current Brexit crisis lies in Britain’s longstanding myth-making about the Second World War. In particular a cultural memory of the crisis of 1940 has encouraged delusions and self-delusions. One striking example is the false – and absurd – analogy between Britain’s current position in relation to the EU and its war-time isolation. Dr Knight argues that this – supported by the virtual sacralisation of Winston Churchill – has led to a ‘politics of fantasy‘. He illustrated this by examining the recent much-acclaimed film Darkest Hour, exploring the role played in one scene by Thomas Macaulay’s famous poem Horatius and concluding that the film was sophisticated but highly effective Brexit propaganda.

Veranstaltungsnachlese  „In Defense of Modern Times“

Prof. Dr. Clemens Jabloner
(Department of Legal Philosophy, University of Vienna)

 

On Monday, 06th May 2019, the director of the Hans Kelsen Institute and professor of Legal Philosophy, Prof. Dr. Clemens Jabloner, held a lecture within the framework of the lecture series “Tolerance, Intolerance, and Liberalism” of Sir Peter Ustinov Guest Professor Dr. Robert Knight titled “In Defense of Modern Times”. The lecture focused on the question: What can Hans Kelsen teach us today?

Literaturhinweis

Humane Einwanderungspolitik – ist sie zu schaffen?

Einst Antisemitismus, jetzt Anti-Migranten-Stimmung: Abwehr und Hass behindern zukunftsorientiertes und humanes Handeln. Integrations­bereitschaft Neuankommender bedarf des Integrationswillens der aufnehmenden Gesellschaft. Dies ist möglich und in Gesellschaften wie der kanadischen aktive Praxis. „Wir schaffen es nicht“ führt zu Stillstand, Passivität und Angst. Aktive Gestaltungsbereitschaft ist gefordert, von Einzelnen, auf gesellschaftlicher Ebene, von Politiker_innen.

Sie können den Tagungsband hier bestellen.

Humane Einwanderungspolitik

Literaturhinweis

Vielfalt in der Elementarpädagogik. Theorie, Empirie und Professionalisierung

Lehrbehelfsprojekt

Elementarpädagogische Einrichtungen sind Orte der Vielfalt. Fachkräfte sowie Kinder und Familien bringen unterschiedliche Sprachen, Religionen und Kulturen sowie unterschiedliche belastende oder unterstützende soziale und emotionale Erfahrungen in den pädagogischen Alltag ein. Alle Akteure sind gefordert, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erkunden und dabei Toleranz und Offenheit gegenüber jenen Aspekten von Vielfalt aufzubringen, die herausfordern. Im Sammelband werden Theorien, Konzepte und Forschungsergebnisse zu ausgewählten Dimensionen von Vielfalt sowie Möglichkeiten der Unterstützung und Begleitung pädagogischer Fachkräfte bei der Bewältigung und Gestaltung von Praxis vorgestellt.

Titelbild Lehrbehelf Elementarpädagogik

Veranstaltungsnachlese

Campus Lecture: Vielfalt in der Elementarpädagogik.

Theorie, Empirie und Professionalisierung

 

Die Campus Lecture am 19. Oktober 2018 war der Präsentation des Buches „Vielfalt in der Elemenarpädagogik. Theorie, Empirie und Professionalisierung“ gewidmet: Es ist das Ergebnis eines Kooperationsprojektes zur Erstellung eines Lehrbehelfs für ElementarpädagogInnen zwischen dem Sir Peter Ustinov Institut zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen und dem Studiengang Sozialmanagement in der Elementarpädagogik der FH Campus Wien. 

Programm

18.30 Uhr: Vielfalt in der Elementarpädagogik. Theorie, Empirie und Professionalisierung
> Buchpräsentation von Mag.a Dr.in Maria Fürstaller, Mag.a Nina Hover-Reisner und Mag.a Barbara Lehner, MA, FH Campus Wien
> Vortrag Mag.a Elke Rajal, Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, Institut für Konfliktforschung Wien (IKF)

Literaturhinweis

Neuerscheinung: Toleranz und Radikalisierung in Zeiten sozialer Diversität

Vorurteile, Radikalisierung und Extremismus sind aktuell drängende Probleme in nahezu allen Gesellschaften. Der vorliegende Band beinhaltet psychologische und andere sozialwissenschaftliche Beiträge von namhaften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich mit den Grundlagen und Möglichkeiten einer wirksamen Prävention dieser Probleme und der Förderung von Toleranz befassen. Die Arbeiten verstehen sich damit als Beitrag zu einer toleranten Gesellschaft, die soziale und kulturelle Diversität nicht als Problem, sondern als Errungenschaft begreift.

Das Buch kann beim Wochenschauverlag bestellt werden: Onlinebestellung.

Veranstaltungsnachlese

„Flucht, Solidarität und Ökonomie“

Unter der Leitung von Karin Scherschel (Universität Wien) & Kristina Binner (Institut für Soziologie, Johannes Kepler Universität Linz) fand am 30. Juni 2017 & am 01. Juli 2017 am Institut für Zeitgeschichte/Universität Wien ein Workshop zu diesem hoch aktuellen Thema statt.

Die Zunahme der Fluchtmigration hat in Deutschland und Österreich kontroverse Debatten und Reaktionen ausgelöst. Einerseits hat diese Migration in den letzten beiden Jahren ehrenamtliche Akteure in ungekanntem Maße mobilisiert. Ein „Europa von unten“, das von Solidarität, einem humanitären und demokratischen Selbstverständnis getragen wird, scheint möglich. Andererseits formieren sich europaweit rechtspopulistische Bewegungen. Gewalttätige Angriffe gegen Flüchtlinge nehmen in beiden Ländern zu. In den öffentlichen Debatten stehen universalistische, an Menschenrechten orientierte Begründungen zur Aufnahme von Fluchtmigrant*innen nationalökonomischen Nutzenargumenten zu ihrer Abwehr gegenüber.

Der Workshop „Flucht, Ökonomie und Solidarität“ brachte Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus beiden Ländern zusammen, um Spannungsfelder im Bereich der Bildung, der Erwerbsarbeit, der Sozialen Arbeit und des Ehrenamtes und die damit verbundenen Fragen zu diskutieren.