Chronologie unserer Aktivitäten
2010
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Ustinov-Gastprofessor ist Professor Dr. Andrei S. Markovits (University of Michigan, Ann Arbor). Das Thema seiner Vorlesungen lautet: "Sportkulturen im weltweiten Vergleich – unter Berücksichtigung von Aggressivitäten, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und anderer Vorurteile am Sportplatz und in der Gesellschaft"
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Am 10. und 11. Mai 2010 findet die Fachtagung "Rassismus - eine soziale und politische Konstruktion" unter dem Ehrenschutz von Bürgermeister Dr. Michael Häupl und der wissenschaftlichen Leitung von Professor Wolfgang Benz (TU Berlin) im Wiener Rathaus statt.
Herausgearbeitet wurden dabei gegenwärtige Entwicklungen, die von Rassismus geprägt sind, der Mangel an Beweisen für "rassische" Verschiedenheit hinsichtlich Intelligenz, emotionaler oder physischer Eigenschaften und die bedauerliche Verwendung rassistischer Argumente für die Instrumentalisierung von Interessen. Der Tagungsband: "Rasse – eine soziale und politische Konstruktion" (erschienen im Verlag Braumüller) wird von Prof. Wolfgang Benz am 16. November 2010 im Berliner Literaturhaus und am 17. Jänner 2011 in der Diplomatischen Akademie in Wien vorgestellt
Das Buch "Vorurteil und Genozid - Ideologische Prämissen des Völkermords", erschienen im Böhlau Verlag, wird vom Herausgeber, Professor Wolfgang Benz, am 30. November 2010 in der Berliner "Topographie des Terrors" der Öffentlichkeit vorgestellt.
Im November werden die Verträge über die Herausgabe des "Arbeitsbehelfs II, Kompetenz im Umgang mit Vorurteilen", bestimmt für Lehrkräfte an Hauptschulen und an AHS Unterstufen, unterzeichnet. Die Projektverantwortung übernimmt abermals Frau Gertraud Diendorfer. Finanziell ermöglicht haben dieses Projekt das Bundeskanzleramt, Wien, Respekt.net sowie die Ustinov Stiftungen Frankfurt/München und Genf.
2009
Ustinov Gastprofessor wird Professor Dr. András Kovács (Central European University, Budapest). Das Thema seiner Vorlesungen ist "Roma, Juden und andere Minderheiten in Osteuropa: historische Vorurteile aus sozialwissenschaftlicher Perspektive."
Insbesondere behandelt werden nationale Vorurteile und Stereotypen, Antisemitismus in den kommunistischen Systemen, Judenfeindlichkeit und die Lage der Roma sowie Roma-feindliche Vorurteile und Diskriminierungen in den osteuropäischen post-kommunistischen Gesellschaften.-
Die Fachtagung hat "Zuwanderer als Feindbild" zum Thema (Österreichische Akademie der Wissenschaften, 18. und 19. Mai 2009).
Sie setzt sich mit dem Umstand auseinander, dass so oft Zuwanderern, insbesondere armen und vertriebenen, Feindseligkeit entgegenschlägt, ohne dass hierfür ein besonderer individueller Anlass besteht und dass in unserer Zeit die entsprechenden Feindbilder die bei weitem wirkungsvollsten geworden sind. Insbesondere werden die Fragen besprochen: Feindbild "Zuwanderer": woher kommt es und was bewirkt es?, Voraussetzungen und positive Effekte einer gelungenen "Integration", Orientierungslinien für einen Abbau des Feindbilds. -
Eine Dokumentation über die Fachtagung erscheint im Herbst 2009 unter dem Titel "Zuwanderer als Feindbilder" im Verlag Braumüller (der Öffentlichkeit vorgestellt am 7. April 2010 in der Diplomatischen Akademie).
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Die englische Ausgabe des Handbuchs der Vorurteile wird bei Cambria Press NY unter dem Titel "Handbook of Prejudices" erscheinen.
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Der erste Teil des Arbeitsbehelfs für Lehrer und Schuladministrationen, bestimmt für Grund-/Volksschulen, wird fertiggestellt und verteilt. (Für weitere Informationen siehe eigenen Abschnitt)
2008
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Ustinov Gastprofessorin wird Professor Verena Kast (Universität Zürich). Das Thema ihrer Vorlesungen lautet: "Die Schatten und die Komplexe - Vorurteile aus tiefenpsychologischer Sicht."
Dabei werden die Mechanismen beschrieben, die zur Entstehung und zur möglichen Beeinflussung von Vorurteilen führen. Insbesondere aber wird das Wechselspiel zwischen Vorurteilen und Emotionen wie Ärger und Frustration, Angst, Scham und Neid beschrieben, sowie die Rolle, die das Selbstwertgefühl beim Entstehen von Vorurteilen einnimmt. -
Die Fachtagung befasst sich mit dem Thema "Feindbilder in Europa - was kann dagegen getan werden?" (Österreichisches Parlament, Palais Epstein, 2. und 3. April 2008).
Dabei wird herausgearbeitet, welche starken Feindbilder innerhalb Europa noch bestehen, Feindbilder, die Teile der europäischen Bevölkerung als feindliche Elemente erscheinen lassen - sei es zwischen Nationen, zwischen Nationen und Minderheiten und grenzüberschreitend zwischen Mehrheitsgesellschaft und Minderheiten. Weiters werden solche Fälle untersucht, wo sich Feindbilder aufgelöst haben - wie z. B. zwischen Frankreich und Deutschland, um Ansätze für Gegenstrategien zu gewinnen. -
Eine Dokumentation zur Fachtagung erscheint 2008 im Verlag Braumüller unter dem Titel "Feinbilder in Europa". Diese wird bei Veranstaltungen am 24. November 2008 in der Ustinov Stiftung Düsseldorf/München und am 29. Jänner 2009 in der Diplomatischen Akademie Wien vorgestellt.
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Mit Professor Wolfgang Benz als Herausgeber und einer Reihe renommierter Autoren wird die Herausgabe des Buches "Vorurteile und Genozide" vereinbart. Zur Finanzierung des Projekts können Sponsoren gewonnen werden. (Für weitere Informationen siehe eigenen Abschnitt)
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Für die Herausgabe von Arbeitshilfen für Lehrer und Vertreter der Schuladministrationen wird ein Konzept erstellt (Titel "Kompetenz im Umgang mit Vorurteilen") und mit den Partnern in Deutschland, der Schweiz und Österreich abgestimmt. Der Bedarf an solchen Arbeitshilfen war bei der Fachtagung 2007 "Vorurteile in der Kindheit" deutlich geworden. Die Absicht ist, mittels der Arbeitshilfen eine vorurteilsbewusste Erziehung zu erleichtern. (Für nähere Informationen siehe eigenen Abschnitt)
2007
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Ustinov Gastprofessor wird Professor Dr. Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin. Thema seiner Vorlesungen ist "Völkermord im 20. Jahrhundert. Zur Geschichte des Genozids - vom Vorurteil zur 'ethnischen Säuberung'". Die Vorlesungen belegen, wie sehr Vorurteile und Feindbilder zu den Völkermorden dieses Jahrhunderts in Europa, Afrika und Asien beigetragen haben.
Um dieses Thema einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen - quasi als Warnung vor den Folgen einer Verteufelung von Gruppen der Bevölkerung -, beginnen Gespräche mit Professor Benz über die Herausgabe eines Buchs. (Für nähere Informationen siehe eigenen Abschnitt) -
Die Fachtagung ist dem Thema "Vorurteile in der Kindheit: Wie entstehen sie? Wie kann man gegensteuern?" gewidmet (Jugendstiltheater des Otto Wagner Spitals in Wien, 8. März 2007). Sie befasst sich mit den Folgen des Umstands, dass Vorurteile schon in früher Jugend ihren Anfang nehmen und Kinder und Jugendliche zu Tätern und Opfern machen können. Es wird herausgearbeitet, dass mit der Arbeit gegen Vorurteile nicht früh genug begonnen werden kann, weil betroffene Kinder durch diese Geringschätzung Herabwürdigung und Diskriminierung erleiden und dabei Schaden nehmen.
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Eine Dokumentation zur Fachtagung erscheint 2007 im Verlag Braumüller unter dem Titel "Vorurteile in der Kindheit, Ursachen und Gegenstrategien".
2006
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Ustinov Gastprofessor wird Professor Peter Loewenberg (UCLA). Das Thema seiner Vorlesungen lautet: "Kulturgeschichte und psychoanalytische Tiefenpsychologie in der modernen amerikanischen Geschichtsforschung". Er befasst sich u. a. mit der Rolle von historischer Literatur und Biographien, der Überlieferung von Traumata von Generation zu Generation und der Psychologie des modernen Nationalstaates.
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Die Fachtagung widmet sich dem Thema "Der Westen und die Islamische Welt: Fakten und Vorurteile". Sie ist den bestehenden Stereotypen, Vorurteilen und Feindbildern auf beiden Seiten und deren historischen Wurzeln gewidmet (Kreisky Forum Wien, 4. und 5. Mai 2006).
Insbesondere behandelt werden die häufige Verwechslung von kulturellen und religiösen Inhalten, der Islamismus als Phänomen der Moderne, die islamische Welt als heterogenes Gebilde, die Ursachen für das bedrohliche und rückständige Bild von der islamischen Welt sowie die Bedeutung von Ängsten um Arbeitsplätze und vor Überfremdung in Europa und vor Verlust der Identität in der islamischen Welt. -
Eine Dokumentation zur Fachtagung ist 2006 im Verlag Braumüller unter dem Titel: "Der Westen und die islamische Welt - Fakten und Vorurteile" erschienen.
2005
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Ustinov Gastprofessorin wird Professor Dr. Aleida Assmann (Universität Konstanz). Das Thema ihrer Vorlesungen ist "Geschichte, Gedächtnis, Identität". Sie erläutert, wie, wann und aus welchen Quellen sich das Weltbild der Menschen bildet und welchen Veränderungen es unterzogen wird, z. B. beim Sprung von Generation zu Generation oder durch das soziale Umfeld; dabei betont sie die Bedeutung objektivierender Einrichtungen wie Museen. Bezüglich Identität bemerkt sie zu Europa, dass diese durch Gemeinsamkeiten in der Vergangenheit, aber auch durch gemeinsame Zukunftsvorstellungen gestärkt werden könnte.
Viele von ihr dabei vorgetragene Überlegungen fließen in das 2006 von Prof. Assmann publizierte Buch "Der lange Schatten der Vergangenheit - Erinnerungskultur und Geschichtspolitik" ein. -
Die erste Fachtagung des Instituts ist dem Thema: "Europa - USA: Values and Prejudices" gewidmet (Diplomatische Akademie Wien, 29. Mai 2005). Dabei wird die Entwicklung des Antiamerikanismus seit der Kolonialzeit analysiert sowie die Entwicklung unterschiedlicher Wertvorstellungen in Europa und in den USA (bezüglich Staat, Religion und Recht) herausgearbeitet. Es wurde dazu aufgerufen, Vorurteile zu bekämpfen, aber unterschiedliche Wertvorstellungen zu respektieren.
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Die Verhandlungen über die Herausgabe eines "Handbuchs der Vorurteile" mit der voestalpine AG als Sponsor und dem Institut für Konfliktforschung als inhaltlich verantwortlichem Partner werden abgeschlossen.
2004
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Dr. med. Dr. phil. Horst-Eberhard Richter (Universität Gießen) wird erster Ustinov Gastprofessor an der Universität Wien. Das Thema seiner Vorlesungen lautet "Umgang mit dem Bösen". Prof. Richter erläutert die "Wirkungsgeschichte des Bösen - Vorurteilsbeladene Weltbilder" und geht dabei auf die Rolle des "Bösen" als Instrument zur Machtentfaltung in der Politik (z. B. "Schurkenstaaten") und der Kirchen (z. B. "Hexenverfolgungen" und Inquisition") ein. Besonderes Augenmerk legt er auf "Sündenbockmechanismen".
Viele dabei vorgetragene Überlegungen fließen in das von Professor Richter 2006 veröffentlichte Buch "Die Krise der Männlichkeit" ein. -
Am 28. März verstirbt Sir Peter. Statt der von ihm geplanten öffentliche Präsentation "seines" Instituts veranstaltete das Institut am 19. Mai zu seinen Ehren im Wiener Rathaus die Tagung "Achtung! Vorurteile". Dabei erläutert der bekannte Publizist Dr. Hugo Portisch am Beispiel der Beziehung zwischen Frankreich und Deutschland, wie auch tief verwurzelte Vorurteile abgebaut werden können. Weitere Teilnehmer waren Großmufti Mustafa Ceric, Arabella Kiesbauer und Professor Anton Pelinka.
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Die Homepage des Instituts wird eingerichtet.
2003
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Das Institut wurde am 11. August 2003 gegründet. In einer ersten Mitgliederversammlung am 24. September wird der Vorstand bestellt. Sir Peter übernimmt den Vorsitz. Das Institut nimmt seine Tätigkeit auf.
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