Die renommierte Philosophin und Literaturtheoretikerin Ágnes Heller verstarb am 19. Juli 2019 in ihrem Heimatland Ungarn. Sie war nicht nur eine der bedeutendsten DenkerInnen ihrer Zeit, sondern auch eine wichtige Stimme für die Verteidigung einer auf Menschenrechten aufbauenden Gesellschaft.

 

„Die Welt der Vorurteile“ 

Im Sommersemester 2013 war Ágnes Heller Sir-Peter-Ustinov-Gastprofessorin der Stadt Wien am Institut für Zeitgeschichte und widmete sich dabei der philosophischen Reflexion über den Themenkomplex der „Vorurteile“ von der europäischen Aufklärung bis zur Gegenwartsphilosophie. Schwerpunkte lagen auf der hermeneutischen Theorie des Verstehens von Hans-Georg Gadamer, der Analyse des Totalitarismus von Hannah Arendt, der Geschlechtertheorie von Simone de Beauvoir, der Sexualgeschichte Michel Foucaults und auf Friedrich Nietzsches Konzeption des Vorurteils in seinem Spätwerk „Götzendämmerung“.

Die Vorlesungsinhalte erschienen in der Edition Konturen unter dem Titel „Die Welt der Vorurteile. Geschichte und ­Grundlagen für Menschliches und ­Unmenschliches“.

Das Sir Peter Ustinov Institut bedauert das Ableben seines Ehrenmitglieds Ágnes Heller, einer unvergessichen Verteidigerin von Freiheit und Demokratie.

 

 

Medienberichte zum Ableben von Agnes Heller: