‘Refugee Protest Camp Vienna’: durch Protest zur Bürgerschaft  

 

Am 1. Juni 2017 fand an der Universität Wien ein Gastvortrag im Rahmen der Vorlesungsreihe der aktuellen Ustinov-Gastprofessur von Dr. Ilker Atac zum Thema statt.

"The Refugee Protest Camp Vienna“ startete im Jahr 2012 als Protest gegen die Zustände im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen, sowie Probleme im Asylverfahren. Was als Protestmarsch anfing, verwandelte sich in eine sichtbare Protestbewegung von Asylsuchenden und Aktivist*innen. In diesem Vortrag hat Ilker Atac ausgeführt, wie die Protestbewegung durch eine Form von „contentious politics“ gegen die Ausgrenzungspolitiken stand und inwiefern der Bewegung eine Verbesserung der Rechte und Lebensbedingungen der Asylsuchenden gelang. Im Zentrum standen unterschiedliche Widerstandsformen, Formen der Mobilisierung und des kollektiven Handelns und wie die Bewegung von sozial isolierten Räumen ins Zentrum der Stadt wechselte, dort ein Protestcamp im Sigmund-Freud-Park aufstellte, und im weiteren Verlauf Schutz in der Votivkirche aufsuchte. Im Vortrag wurde auch diskutiert, inwiefern die räumlichen Strategien der Protestbewegung für den Aufbau von sozialen Beziehungen eine wichtige Rolle spielten.

 

       

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