Aufgabe des Instituts

„Vorurteile sind der Ausgangspunkt wachsender Probleme in dieser Welt. Man hüte sich davor, schale, abgestandene und überkommene Meinungen gedankenlos zu übernehmen."

Sir Peter Ustinov

 

Vorurteile sind Ursache von Armut, Diskriminierung und Konflikten

Das Sir Peter Ustinov Institut widmet sich der Erforschung von Vorurteilen und Feindbildern und setzt sich für deren Überwindung ein.

Aktuelles

Veranstaltungshinweis

Wissenschaftliche Konferenz

„Krise der Demokratie - Demokratie in der Krise“

am 4. und 5. Juni 2018 in der SkyLounge der Universität Wien

(Oskar-Morgenstern-Platz 1, 1090 Wien) unter der Wissenschaftlichen Leitung von

Prof. Dr. Gudrun Hentges (Universität Köln)

Die diesjährige Konferenz hat zum Ziel, die aktuellen Krisenphänomene der repräsentativen Demokratie zu beleuchten, mögliche Gegenstrategien herauszuarbeiten und Handlungskonzepte zu entwickeln.

Vorlesungshinweis

Öffentliche Vorlesung der Ustinov Gastprofessorin an der Universität Wien

 „(Flucht)migration – Bilanz und Perspektiven“
 
Prof. Dr. Gudrun Hentges
 

wöchentlich von Donnerstag, 8.3. bis 21.6.2018

von 09:45 - 11:15 Uhr

im Hörsaal III im NIG, Erdgeschoß (Universitätsstraße 7, 1010 Wien)

 
 Derzeit sind 65,6 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht (UNHCR 2017), darunter

  • 17,2 Millionen Flüchtlinge unter dem Mandat des UNHCR,
  • 17,2 Millionen palästinensische Flüchtlinge unter dem Mandat des UNRWA und
  • 10 Millionen Staatenlose.

Die wichtigsten Aufnahmeländer sind die Türkei (2,9 Millionen Flüchtlinge, vor allem aus Syrien), Pakistan (1,4 Millionen), Libanon (1 Millionen), gefolgt von Staaten wie dem Iran, Uganda und Äthiopien. Demgegenüber nahmen die restlichen europäischen Länder insgesamt 2,3 Millionen Geflüchtete auf.

Somit hat die Anzahl der Flüchtlinge weltweit seit Ende des Zweiten Weltkriegs ein Rekordniveau erreicht. Insbesondere seit dem Krieg in Syrien versuchen immer mehr Menschen aus diesen Regionen nach Europa zu fliehen - auf unterschiedlichsten Routen. Einigen gelingt diese Flucht und sie erreichen eines der EU-Mitgliedsstaaten, andere bezahlen den Fluchtversuch mit ihrem Leben. Schätzungen gehen davon aus, dass seit dem Jahre 2000 mehr als 30.000 Flüchtlinge und Migranten bei dem Versuch, Europa zu erreichen, ums Leben gekommen sind (vgl. Projekt „Migrant Files“). Vor dem Hintergrund dieser Zahlen gewinnt die Aussage von Hannah Arendt „Das Recht, Rechte zu haben“, nochmals an Bedeutung.

Die Vorlesung und das Begleitseminar beleuchten diese Thematik aus verschiedenen Perspektiven...

Veranstaltungsnachlese

Antrittsvorlesung der Ustinov-Gastprofessorin

Prof. Dr. Gudrun Hentges an der Universität Wien

zum Thema

„(Flucht)migration – gesellschaftliche Herausforderungen, Bilanz & Perspektiven“

 

Fluchtmigration stellt seit jeher eine große gesellschaftliche Herausforderung dar und hat mit der Flüchtlingskrise enorm an Bedeutung im aktuellen Diskurs gewonnen. Am Donnerstag, den 8. März 2018, hielt Frau Prof. Dr. Hentges ihre Antrittsvorlesung zu diesem brisanten Thema im Rahmen Ihrer Gastprofessur am Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien.

Lesehinweis

 

Das Journal für Politische Bildung

Die Zeitschrift ist eine Initiative des Bundesausschuss Politische Bildung (bap), einem Zusammenschluss der bundesweiten Verbände der außerschulischen politischen Jugend- und Erwachsenenbildung, und des Wochenschau Verlags. Als die Fachzeitschrift für politische Bildung bietet das Journal ein zentrales Forum für alle in der politischen Bildung engagierten Akteure.

Aktuelles Lehrbehelfs-Projekt!

Mein Leben ist bunt! Offenheit und Toleranz lernen

 

 

Liebe Freunde und Unterstützer des Ustinov Instituts,

die Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen ist eine der größten Herausforderungen für die Zukunft Europas.

Mit dem neuen Projekt „Mein Leben ist bunt! Offenheit und Toleranz lernen“ will das Sir Peter Ustinov Institut einen Beitrag zur erfolgreichen Integration von Migrantenkindern in Österreich und in Europa leisten.

Literaturhinweis

Neuerscheinung: Toleranz und Radikalisierung in Zeiten sozialer Diversität

Vorurteile, Radikalisierung und Extremismus sind aktuell drängende Probleme in nahezu allen Gesellschaften. Der vorliegende Band beinhaltet psychologische und andere sozialwissenschaftliche Beiträge von namhaften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich mit den Grundlagen und Möglichkeiten einer wirksamen Prävention dieser Probleme und der Förderung von Toleranz befassen. Die Arbeiten verstehen sich damit als Beitrag zu einer toleranten Gesellschaft, die soziale und kulturelle Diversität nicht als Problem, sondern als Errungenschaft begreift.

Das Buch kann beim Wochenschauverlag bestellt werden: Onlinebestellung.

Veranstaltungsnachlese

Podiumsdiskussion „Zwei Jahre nach dem großen Flüchtlingszustrom:
Was haben wir geschafft?“

Am Mittwoch, den 4. Oktober 2017 präsentierte das Sir Peter Ustinov Institut das Policy Paper „Zwei Jahre nach dem großen Flüchtlingszustrom: Was haben wir geschafft?“ im Presseclub Concordia.

Zukunftsweisende Fragen, denen sich Politik, Gesellschaft und Medien stellen müssen, waren bereits Gegenstand der Debatte renommierter ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis im Rahmen eines zweitägigen wissenschaftlichen Symposiums im Juni 2017:      

  • Wie kann die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen gelingen?
  • Wie soll Teilhabe am Arbeitsmarkt, an der Bildung und am gesellschaftlichen Leben sichergestellt werden?
  • Was wurde bereits erreicht und welche Herausforderungen stehen noch bevor?

Ein auf dieser Konferenz basierendes Policy Paper mit konkreten Forderungen an die für Integration zuständigen politischen Einrichtungen wurde bei der Veranstaltung im Oktober 2017 präsentiert und öffentlich diskutiert. Ziel war es, einen Aktionsplan basierend auf den „Lessons Learned“ zu erarbeiten, der in der Praxis umgesetzt wird. 

Veranstaltungsnachlese

„Flucht, Solidarität und Ökonomie“

Unter der Leitung von Karin Scherschel (Universität Wien) & Kristina Binner (Institut für Soziologie, Johannes Kepler Universität Linz) fand am 30. Juni 2017 & am 01. Juli 2017 am Institut für Zeitgeschichte/Universität Wien ein Workshop zu diesem hoch aktuellen Thema statt.

Die Zunahme der Fluchtmigration hat in Deutschland und Österreich kontroverse Debatten und Reaktionen ausgelöst. Einerseits hat diese Migration in den letzten beiden Jahren ehrenamtliche Akteure in ungekanntem Maße mobilisiert. Ein „Europa von unten“, das von Solidarität, einem humanitären und demokratischen Selbstverständnis getragen wird, scheint möglich. Andererseits formieren sich europaweit rechtspopulistische Bewegungen. Gewalttätige Angriffe gegen Flüchtlinge nehmen in beiden Ländern zu. In den öffentlichen Debatten stehen universalistische, an Menschenrechten orientierte Begründungen zur Aufnahme von Fluchtmigrant*innen nationalökonomischen Nutzenargumenten zu ihrer Abwehr gegenüber.

Der Workshop „Flucht, Ökonomie und Solidarität“ brachte Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus beiden Ländern zusammen, um Spannungsfelder im Bereich der Bildung, der Erwerbsarbeit, der Sozialen Arbeit und des Ehrenamtes und die damit verbundenen Fragen zu diskutieren. 

Veranstaltungsnachlese

‘Refugee Protest Camp Vienna’: durch Protest zur Bürgerschaft  

Am 1. Juni 2017 fand an der Universität Wien ein Gastvortrag im Rahmen der Vorlesungsreihe der aktuellen Ustinov-Gastprofessur von Dr. Ilker Atac zum Thema statt.

"The Refugee Protest Camp Vienna“ startete im Jahr 2012 als Protest gegen die Zustände im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen, sowie Probleme im Asylverfahren. Was als Protestmarsch anfing, verwandelte sich in eine sichtbare Protestbewegung von Asylsuchenden und Aktivist*innen. In diesem Vortrag hat Ilker Atac ausgeführt, wie die Protestbewegung durch eine Form von „contentious politics“ gegen die Ausgrenzungspolitiken stand und inwiefern der Bewegung eine Verbesserung der Rechte und Lebensbedingungen der Asylsuchenden gelang.

Veranstaltungsnachlese

 

Campus Lecture: Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit in elementarpädagogischen Einrichtungen

Das Campusnetzwerk der FH Campus Wien in Kooperation mit dem Bachelorstudiengang Sozialmanagement in der Elementarpädagogik und dem Sir Peter Ustinov Institut luden ein zu einer weiteren Ausgabe der Campus Lectures.

Am Freitag, den 21. April 2017 beschäftigte sich Mag.a Dr.in Judith Purkarthofer von der Universität Oslo in ihrem Vortrag mit SprecherInnen und Sprachen in ihrer Gemeinsamkeit und Differenz.