Dschihadistischer Terror, internationale Konflikte und die daraus resultierendenFlüchtlingsströme prägen derzeit die Nachrichten in allen europäischen Ländern. Es entsteht die Angst vor „Überfremdung“ und Debatten über Burka- und Minatrettverbote dominieren den öffentlichen Diskurs. Doch welche Mechanismen stehen hinter der populistischen Politik der Angst? Wie kann Europa mit den Entwicklungen in seiner unmittelbaren Nachbarschaft umgehen? Wo liegen die Wurzeln der Konflikte und wie wirken Vorurteile in der Entstehung von Alltagskontroversen bis hin zur Massengewalt? Was sind die Triebkräfte, Strukturen und Prozesse der Eskalation?

Diesen hoch aktuellen Fragen stellte sich ein hochkarätiges wissenschaftliches Podium unter der Leitung von Wolfgang Benz (TU Berlin) am 29. und 30. Oktober 2015 im Rahmen der wissenschaftlichen Konferenz „Vom Alltagskonflikt zur Massengewalt“im Kleinen Festsaal der Universität Wien. Renommierte WissenschaftlerInnen wie Ruth Wodak, Manfred Nowak oder der Ex-EU-Kommissar Laszlo Andor analysierten diese Phänomene auf Basis historischer und zeitgeschichtlicher Entwicklungen und deckten auf, welche Möglichkeiten der Prävention und der Deeskalation vorhanden sind.